Josef Zenzmaier – Bildhauer & Zeichner
Wir freuten uns, dass wir auch im Museum Kuchl über den Künstler Prof. Josef Zenzmaier eine Ausstellung (14.2.20 – 22.3.20) gestalten durften. Josef Zenzmaier war ein wichtiger zeitgenössischer Bildhauer. So lief damals gerade eine Ausstellung im luxemburgischen Schengen. Im Zentrum seines Schaffens stand der Mensch, der menschliche Körper, sowie auch religiöse Themen.
Josef Zenzmaier studierte bei Giacomo Manzu in Mailand und auf der Salzburger Sommerakademie, wo er später unterrichtete. Einen wesentlichen Einfluss hatte auch die Begegnung mit Oscar Kokoschka. Zwischendurch besuchte er die Kölner Werkkunstschule, wo er auch seine Frau Anneliese kennenlernte. Kontakte zu dem damals in Deutschland bedeutenden Bildhauer Gerhard Marcks erweiterten seinen Gesichtskreis. Zu seinem Lebensunterhalt verhalfen ihm skulpturale Steinarbeiten an der Kölner Dombauhütte. 1979 gründete Josef Zenzmaier mit Bernhard Prähauser den Tennengauer Kunstkreis und war 10 Jahre lang Obmann dieser Vereinigung bildender Künstler.
Einige bildhauerische Arbeiten waren die Freiskulpturen Paracelsus an der PMU, St. Virgil in Salzburg, Stefan Zweig auf dem Kapuzinerberg, Bronzereliefs am Haus für Mozart. Gestaltungen in der Pfarrkirche Golling, Zell am See Schüttdorf, Thiersee, usw. Der Bruderschaftsbrunnen und die erweiterte Altarraumgestaltung in unserer Pfarrkirche dürften den Kuchlern vertraut gewesen sein.
Unsere Ausstellung ging besonders auf seinen grafischen Beitrag ein:
- Das zusammengefasste biblische Buch Ruth als Bewunderung für eine starke Frau.
- Die Odyssee als selbstbetrachtende Auseinandersetzung.
- Das Zentrum, weil Kuchl betreffend, war die Kindheitserinnerung des auf den Weg von der Strubau zum Georgenberg (Oberdirning) geschickten Vierjährigen, dem Schrecken wie Schönes in kindlicher Unschuld begegneten.
- Die 9 Lithos wurden zu einem Buch gebunden.





































